Anlegen in Deutschland – ein tödliches Geschäft

Viele Rüstungsunternehmen sind börsennotiert. Jeder kann ihre Aktien kaufen – und viele tun es: Fondsgesellschaften, Banken und Privatpersonen investieren auf der Suche nach Gewinn und hohen Dividenden. Aktiengesellschaften, die Waffen, Munition oder Kriegsgerät herstellen sind zum Beispiel: Rheinmetall, Renk, Thyssen-Krupp und Daimler.

Beispiel Rheinmetall

Rheinmetall liefert Waffen in viele Krisengebiete und produziert Rüstungsgüter auch direkt in Kriegs- und Krisenländern wie Saudi-Arabien (Munition), Algerien (Radpanzer) oder der Türkei (Waffensysteme und Munition). Geplant ist zurzeit der Aufbau einer Panzerfabrik in der Türkei.1

Viele Fondsgesellschaften investieren in Rheinmetall-Aktien: zum Beispiel Deka Investment, die ihre Fonds an Kundinnen und Kunden deutscher Sparkassen verkauft. Ebenso die DWS, die Investment-Tochter der Deutschen Bank. Aber auch Bankkredite machen deutsche Rüstungsunternehmen stark. Zu den Rheinmetall-Kreditgebern gehören unter anderem die Bayrische Landesbank, die Norddeutsche Landesbank, die Commerzbank und die Deutsche Bank.2

Quellen:

  1. Otfried Nassauer (BITS): Hemmungslos in alle Welt – Die Munitionsexporte der Rheinmetall AG
  2. Facing Finance: www.facing-finance.org

terre des hommes fordert:
Stopp Waffenexporte!

Stopp aller Exporte von Kleinwaffen und Munition

Stopp aller Waffenexporte in Länder mit schweren Menschenrechtsverletzungen.
Stopp aller Waffenexporte in Länder, in denen Kinder als Soldaten ausgebeutet werden.

Keine Waffenexporte in Länder mit bewaffneten Konflikten

Keine Lizenzvergaben an andere Staaten zum Nachbau deutscher Waffen und Munition

Keine Steuergelder für Waffenexporte: Keine Absicherung von Rüstungsgeschäften durch staatliche Bürgschaften

terre des hommes fordert eine grundlegende Gesetzesreform und ein strenges Rüstungsexportgesetz: klare, rechtlich verbindliche und einklagbare Kriterien gegen Waffenexporte. Das Rüstungsexportgesetz muss auch für Sport- und Jagdgewehre, Pistolen, Handgranaten und Munition gelten. Alle Exporte müssen im Rüstungsexportbericht der Bundesregierung offengelegt werden. Das Klagerecht gegen die Genehmigung von Waffenexporten muss auch für Verbände und Opfer gelten. NATO- und EU-Staaten dürfen keine Ausnahmebehandlung erfahren. Kontrollen über den endgültigen Verbleib von Waffen müssen verpflichtend sein, um den illegalen Weiterverkauf zu erschweren.

JETZT AKTIV WERDEN!