Deutsche Waffen machen Kinder zu Soldaten

Deutschland liefert Kleinwaffen und Munition in Länder, in denen Konfliktparteien Kindersoldaten in den Kampf schicken: zum Beispiel in den Irak, an Pakistan, Indien, Kolumbien, Thailand oder die Philippinen. Hier müssen Jungen und Mädchen auch mit deutschen Waffen und Munition kämpfen – und kommen durch deutsche Waffen um.

Kindheit auf dem Schlachtfeld

Der Einsatz von Kindern als Soldaten ist ein Kriegsverbrechen. Kindersoldaten haben oft genaue Waffenkenntnisse. Im Gespräch mit terre des hommes benannten manche von ihnen exakt, auf welche Distanz man Menschen mit deutschen Waffen töten kann. Vor Ort gibt es zudem Spezialanfertigungen für Kinder: Gewehrläufe werden abgesägt oder zusätzliche Stützen angebracht.

Viele Käufer deutscher Waffenexporte machen sich schwerer Menschenrechtsverletzungen im eigenen Land und in Nachbarländern schuldig. Dazu gehören auch die Regierungen von Saudi-Arabien, der Vereinigten Arabischen Emirate und Katars. Sie führen im Nachbarland Jemen Krieg und schrecken auch vor Angriffen auf Schulen und Krankenhäuser nicht zurück. Zahlreiche Kinder werden im Jemen als Soldaten eingesetzt. Mehr Infos zu Kindersoldaten: www.kindersoldaten.de

Jedes Jahr protestieren Zehntausende Menschen in mehr als 50 Ländern gegen den Einsatz von Kindersoldaten und Waffenlieferungen in Kriegsgebiete mit der Aktion Rote Hand. Mach mit: www.redhandday.org

terre des hommes fordert:
Stopp Waffenexporte!

Stopp aller Exporte von Kleinwaffen und Munition.

Stopp aller Waffenexporte in Länder mit schweren Menschenrechtsverletzungen.
Stopp aller Waffenexporte in Länder, in denen Kinder als Soldaten ausgebeutet werden.

Keine Waffenexporte in Länder mit bewaffneten Konflikten.

Keine Lizenzvergaben an andere Staaten zum Nachbau deutscher Waffen und Munition.

Keine Steuergelder für Waffenexporte: Keine Absicherung von Rüstungsgeschäften durch staatliche Bürgschaften.

terre des hommes fordert eine grundlegende Gesetzesreform und ein strenges Rüstungsexportgesetz: klare, rechtlich verbindliche und einklagbare Kriterien gegen Waffenexporte. Das Rüstungsexportgesetz muss auch für Sport- und Jagdgewehre, Pistolen, Handgranaten und Munition gelten. Alle Exporte müssen im Rüstungsexportbericht der Bundesregierung offengelegt werden. Das Klagerecht gegen die Genehmigung von Waffenexporten muss auch für Verbände und Opfer gelten. NATO- und EU-Staaten dürfen keine Ausnahmebehandlung erfahren. Kontrollen über den endgültigen Verbleib von Waffen müssen verpflichtend sein, um den illegalen Weiterverkauf zu erschweren.

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